Kreissportbund Greiz e.V.

Überregionales Sportfest für Menschen mit Behinderung: Motivation und Freude stehen im Mittelpunkt

GREIZ. 150 Teilnehmer aus zehn Schulen Thüringens sind in der Kurt-Rödel-Sportschule mit Motivation und Freude beim überregionalen Sportfest dabei.  „Individuelle Förderung – nicht Gleichmacherei – das ist für mich gelebte Inklusion“, sagte die Schirmherrin, Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), am Samstagvormittag, den 5.Mai

zur Eröffnung des überregionalen Sportfestes für Menschen mit geistig und/oder Mehrfachbehinderung in der Kurt-Rödel-Sportschule.

150 Teilnehmer aus zehn Schulen Thüringens kamen zusammen, um gemeinsam die verschiedensten Sport-Disziplinen auszuprobieren und miteinander in den freundschaftlichen Wettstreit zu treten.

„Unter dem Motto ‚Dabeisein ist alles‘ sind es vor allem Motivation und Freude, die dabei im Mittelpunkt stehen“, wie Peter Peikert, stellvertretender Leiter der Carolinenschule Greiz sagte. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sollten die Schüler die sportlichen Herausforderungen annehmen.

Er begrüßte Teilnehmer des Förderzentrums Eisenach, der Michaelisschule Bad Lobenstein, der Förderschule „Maria Martha“ Sömmerda, der Johannes-Landenberger-Schule Weimar, der Regenbogenschule Altenburg, der Albert-Schweitzer-Förderschule Hildburghausen, der Christopherus-Förderschule Erfurt, der Förderschule im Pädagogischen Zentrum Schleiz und natürlich die Gastgeber, die Carolinenschule Greiz.

Der Vorstand des Diakonievereins „Carolinenfeld“, Dr. Wolfgang Gündel, gab seiner Freude über die „vielen bewegungshungrigen Schüler“ ebenfalls Ausdruck: „Schön, dass Ihr alle da seid!“
„Das Sportfest wurde so gut organisiert; lasst es uns gemeinsam ausgestalten“, hatte sich Dr. Gündel zu Beginn der Veranstaltung gewünscht.

„Bewegungsangebote mit hochmotivierendem Charakter“ standen im Fokus des Tages. Da das Wetter wunderbar mitspielte, konnten die Disziplinen im Freien bei strahlendem Sonnenschein durchgeführt werden. Zur Auswahl standen beispielsweise der 333-Meter-Rundenlauf, Weitsprung, Gummistiefelweitwurf, der Kletterturm, aber auch solche heiteren Sportarten wie Ringzielwurf, Kistenstapeln oder eine Balancierstrecke. „Im Vordergrund steht dabei nicht, welchen Platz jeder einzelne belegt, sondern die Begeisterung. Verlierer gibt es keine“, so Peter Peikert.

Bereits am Vortag fand in der Greizer Schwimmhalle ein Wettkampf statt, bei dem Brust-und Freistilschwimmen auf dem Programm standen. Für die Finalkämpfe wurden in Vierergruppen die Schüler mit ähnlichen Zeiten zusammengefasst und jeweils eine Gold,- eine Silber-und zwei Bronzemedaillen vergeben. „Die Schüler waren glücklich über ihre erreichten Leistungen“, wie Dr. Gündel sagte.

Übernachtet wurde in der Carolinenschule; zuvor saß man gemeinsam beim Grillen zusammen. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück zur Wettkampfstätte.

Zwei Wettkämpfe wurden am Samstag auch in der Ulf-Merbold-Sporthalle ausgetragen: „Rollball“ und „Ball über die Schnur“.

Antje-Gesine Marsch @06.05.2018