Kreissportbund Greiz e.V.

Aktuelle Corona-Regelungen für den Sportbetrieb

Kinder- und Jugendsport bis 18 Jahre in Thüringen wieder erlaubt. Die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner hat in Erfurt die Zweite Thüringer Verordnung zur Fortschreibung und Verlängerung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 unterzeichnet.

Thüringen setzt mit dieser Mantel-Verordnung die vom Gesundheitsausschuss des Landtags vorgeschlagenen Änderungen zur Thüringer Sonder-Verordnung um.

Die Anpassungen sind am 8. November 2020 in Kraft getreten.

Sportminister Helmut Holter: „Wir greifen die Forderungen des Landtags auf, den organisierten Sportbetrieb für Kinder und Jugendliche dort, wo es vertretbar ist, zu ermöglichen. Sport hat in der Pandemie eine besonders wichtige Funktion, auch und gerade für Kinder und Jugendliche. Entscheidend ist aber, dass Hygieneregeln eingehalten werden und Kontakte trotzdem so weit wie möglich reduziert bleiben. Bei der 4. Fußball-Liga der Männer harmonisieren wir die Regelungen gemeinsam mit den anderen ostdeutschen Bundesländern, damit keine Benachteiligung innerhalb der länderübergreifenden Liga besteht.“

Ob und zu welchen Bedingungen (die Landesverordnung gibt keine Einschränkungen für den Kinder- und Jugendsport vor) der Trainingsbetrieb vor Ort wirklich wieder durchgeführt werden kann, hängt von den Allgemeinverfügungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten ab. Vielerorts sind beispielsweise kommunale Schulturnhallen für den Vereinssport gesperrt.

Anpassungen für den Sport in der Sonder-Verordnung im Überblick:

Breitensport für Kinder und Jugendliche wird ermöglicht
Der Trainingsbetrieb im organisierten Sportbetrieb und an Spezialgymnasien für Sport in Trägerschaft des Landes wird für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wieder erlaubt.

Aktuelle Informationen LSB


Der Landessportbund Thüringen (LSB) begrüßt die von der Politik in Aussicht gestellte zeitnahe Ermöglichung des Kinder- und Jugendsports bis 18 Jahre im Freistaat. "Das wäre ein wichtiges Signal und Zeichen an die Vereine, die sich in der Vergangenheit konsequent an Hygienemaßnahmen gehalten haben und dies auch weiterhin verantwortungsvoll tun werden", erklärt Thomas Zirkel. Der LSB-Hauptgeschäftsführer warnt aber auch vor zu viel Euphorie: "Wir müssen zunächst abwarten, unter welchen Bedingungen der Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche möglich sein wird beziehungsweise wie die Sportanlagen-Betreiber auf die neue Situation reagieren. Hierzu führen wir – wie in den vergangenen Tagen auch – Gespräche mit der Politik, um unsere Vorschläge aktiv einbringen zu können", so Zirkel, der aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens weiterhin zu erhöhter Vorsicht im Sportbetrieb mahnt und auf die LSB-Handlungsempfehlungen verweist.

Neue Verordnung

Sportbetrieb weitgehend geschlossen, Ausnahmen für Individual-, Leistungs- sowie Profi- und Schulsport. Mit dem Inkrafttreten der Thüringer Verordnung über Sondermaßnahmen zur Eindämmung der SARS-Cov2-Pandemie ist der gesamte Vereinssport im Amateurbereich ab Montag (02.11.) bis voraussichtlich zum 30. November weitgehend einzustellen. Auch wenn es schwer fällt, sind jetzt erneut Teamgeist, Solidarität und Geduld in der Thüringer Sportfamilie gefragt, um durch Kontaktreduzierung einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie und schnellstmöglich eine Rückkehr des organisierten Sports in den regulären Trainings- und Wettkampfbetrieb zu ermöglichen. Immerhin müssen Sportanlagen nicht grundsätzlich geschlossen werden und Sport ist in begrenztem Umfang auch weiterhin möglich – zumindest ein kleiner Lichtblick, den der Landessportbund Thüringen (LSB) gemeinsam mit dem Sportministerium erreichen könnte. 

Individualsport erlaubt

Die Verordnung regelt in § 6 Absatz 3, dass private und öffentliche Sportanlagen für den Individualsport ohne Körperkontakt weiterhin genutzt werden können. Explizit genannt werden einige Sportarten. Allerdings ist die Aufzählung nicht abschließend, so dass auch andere Sportarten wie Kegeln, Gewichtheben, Yoga, Tischtennis oder Tanzen dazu zählen dürften, sofern man sie „allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts“ ausübt. Wir werden uns um Abstimmung mit dem Sportministerium bemühen, um möglichst viel Klarheit zu schaffen, wo genau die Grenzen des Zulässigen liegen.

Trainings- und Wettkampfbetrieb für Leistungssportler und Profivereine

Der LSB stand gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt im Vorfeld des Erlasses im Austausch mit dem Sportministerium, um während des Lockdowns Leistungssport weiter zu ermöglichen. Eine Pause von vier Wochen würde bedeuten, dass die Sportler im Grunde wieder bei Null anfangen müssten. Nach den Regelungen der Verordnung steht nun fest, dass Leistungssportler mit Kaderstatus weiterhin trainieren und Wettkämpfe ohne Zuschauer bestreiten können. Für Schüler der Sportgymnasien laufen sowohl der Unterricht als auch das Training weiter. Vorzulegen sind weiterhin entsprechende Hygienekonzepte. Diese Regelung gilt auch für Vereine im Profisport mit Spielbetrieb der 1. bis 3. Liga. 

Schul- und Schwimmunterricht erlaubt 

Um die Auswirkungen der erneuten Zwangspause  im Sport auf die Bewegung und Gesundheit von Kindern möglichst gering zu halten, hatte sich der LSB gegenüber dem Sportminister Helmut Holter für Ausnahmen für Kinder bis 12 Jahre eingesetzt, wie sie in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin realisiert wurden. Da sich diese Forderung für den Vereinssport leider nicht in der Verordnung wiederfindet, begrüßt der LSB umso mehr, dass der Schulsport weiterhin geöffnet bleibt. An dieser Stelle appelliert der LSB nun an die Kommunen, Landkreise und Städte ihre Sportstätten und auch Schwimmhallen für den so wichtigen Schulsport offen zu halten und an die Schulen, den Schulsport auch tatsächlich zu realisieren.

Komplexe Verordnungssituation

Mit dem Inkrafttreten der Thüringer Verordnung über Sondermaßnahmen zur Eindämmung der SARS-Cov2-Pandemie wird die Rechtslage leider noch unübersichtlicher, da auch weiterhin die Zweiten Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung sowie die ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO parallel weiter gelten. Hinzu kommen noch regionale Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte, die ebenfalls zu beachten sind. Die Landesverordnungen regeln dabei den Rahmen in dem sich die Allgemeinverfügungen vor Ort bewegen dürfen, wobei die engeren Vorschriften vorgehen. Der LSB wird in Abstimmung mit den Kreis- und Stadtsportbünden offene Fragen schnellstmöglich klären.

Hoffnung auf baldige Lockerung

Der Landessportbund Thüringen weiß, welchen erheblichen Einschnitt diese erneute Zwangspause für die Thüringer Vereine bedeutet. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb ist die Grundlage für die Gewinnung und Bindung der Vereinsmitglieder in allen Altersbereichen. „Wir werden unsere Vereine und Sportfachverbände daher weiterhin bestmöglich unterstützen und gegenüber der Politik nachdrücklich auf die organisatorischen und finanziellen Belastungen seit Beginn der Corona-Pandemie hinweisen, um die Folgen zu mildern und um weitergehende Unterstützung zu erreichen.“, erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel gegenüber den Mitgliedsorganisationen. Zugleich dankt er den Thüringer Vereinen, Verbänden und allen Sportlern „für Ihr bisheriges verantwortungsbewusstes Agieren“ und hofft „das durch die beschlossenen Maßnahmen ein schneller Rückgang der Fallzahlen möglich wird und wir hoffentlich schon im Dezember zumindest wieder in den im Herbst erreichten Modus zurückkehren können. ​


bis November:

Die aktuelle Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 für den Sportbetrieb (ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO) ermöglicht weitestgehend einen Regelbetrieb.Möglich sind nun u.a. Zuschauer bei Sportveranstaltungen, sofern ein entsprechendes vereins- und sportartspezifisches Infektionsschutzkonzept vom zuständigen Gesundheitsamt genehmigt wurde. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, gilt es zusätzlich einige Auflagen zu beachten. Zudem regelt ein Stufenplan in Form eines Ampelsystems, das je nach Infektionsgeschehen entsprechende einschränkende Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden, sollten die Infektionszahlen in einzelnen Regionen zu stark ansteigen.

Zur Verordnung

LSB Handlungsempfehlungen

Hygieneregeln Spitzenverbände

Weitere Informationen Corona

Rahmeninfektionsschutzkonzept Landkreis Greiz

Vereinsbezogene Hygiene-, Abstands- und Infektionsschutzregeln